After Sixty Guides
Medikamente ohne Durcheinander

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Medikamente ohne Durcheinander

Ein praktischer Wegweiser zu Rezepten, frei verkäuflichen Mitteln, Nahrungsergänzung und mehr Sicherheit bei Medikamenten ab 60

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Die Kapitel

  1. Kapitel 1: Die vollständige Liste
  2. Kapitel 2: Den Zweck kennen
  3. Kapitel 3: Ein sichereres System für den Tag
  4. Kapitel 4: Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
  5. Kapitel 5: Rezeptfrei heißt nicht risikofrei
  6. Kapitel 6: Nahrungsergänzung und Marketing
  7. Kapitel 7: Arzttermine und die Durchsicht in der Apotheke
  8. Kapitel 8: Krankenhaus, Reise und Notfall
  9. Kapitel 9: Das Gespräch übers Absetzen und über Änderungen
  10. Kapitel 10: Ihre persönliche Medikamentenmappe

Wofür es da ist

Für Menschen über 60, die mehrere Medikamente einnehmen und den Überblick behalten möchten, und für Angehörige oder Freundinnen und Freunde, die dabei helfen.

Was es nicht leistet

Es ist keine medizinische Beratung. Es nennt keine Wirkstoffe, keine Handelsnamen, keine Dosierungen, keine Einnahmepläne und keine konkreten Wechselwirkungen. Es empfiehlt niemals, etwas abzusetzen, zu beginnen oder zu ändern, und verweist bei jeder solchen Frage ausdrücklich an Apotheke und Ärztin. Es verspricht keine Ergebnisse, nennt keine Studien oder Statistiken und behauptet keine Auszeichnungen oder Empfehlungen.

Dreißig-Tage-Pläne

  1. Suchen Sie eine Mappe, einen Umschlag oder einen Schuhkarton. Schreiben Sie Ihren Namen und das Wort „Medikamente" darauf. Legen Sie ihn dorthin, wo Sie ihn in Eile finden, und merken Sie sich, wohin.
  2. Nur ein Raum. Nehmen Sie eine Tüte und sammeln Sie alles Arzneiähnliche ein. Schreiben Sie noch nichts auf, sammeln Sie nur.
  3. Der Rest der Wohnung. Handtasche, Manteltaschen, Auto, Nachttisch, Küchenfensterbank, der Koffer von der letzten Reise, die Schublade, in der Dinge verschwinden.
  4. Beginnen Sie die Liste. Übertragen Sie fünf Einträge von der Packung, Name und Stärke genau wie gedruckt. Nicht aus dem Kopf.
  5. Übertragen Sie Namen und Stärken für alles Übrige, das Sie gefunden haben.
  6. Ergänzen Sie eine Spalte für die verordnende Stelle. Lassen Sie Lücken, wo Sie unsicher sind.
  7. Ergänzen Sie jedes rezeptfreie Mittel, das Sie benutzen, auch die seltenen, mit einer Anmerkung, wie oft.
  8. Ergänzen Sie Nahrungsergänzung, Vitamine, pflanzliche Präparate und jeden Tee oder jedes Pulver, das Sie aus Gesundheitsgründen nehmen. Schreiben Sie dann das heutige Datum oben auf die Seite.
  9. Lesen Sie die Liste durch und setzen Sie einen kleinen Punkt neben jeden Eintrag, bei dem Sie den Satz „Ich nehme das, weil ______" nicht beenden können.
  10. Tragen Sie die Zwecke ein, die Sie kennen, in Ihren eigenen einfachen Worten statt in Fachsprache.
  11. Bringen Sie die markierte Liste in Ihre Apotheke und lassen Sie die Lücken gemeinsam füllen. Zehn Minuten am Tresen.
  12. Fragen Sie bei der Gelegenheit, welche Ihrer Medikamente zu der Sorte gehören, deren Wirkung man nicht spürt. Markieren Sie diese auf der Liste.
  13. Fragen Sie für jedes regelmäßige Medikament, was zu tun ist, wenn Sie eine Dosis vergessen. Schreiben Sie die Antworten auf die Liste, damit Sie abends um neun nie raten müssen.
  14. Ein Prüftag. Lesen Sie die ganze Liste laut vor, von oben nach unten. Alles, was falsch, unklar oder veraltet klingt, wird für den nächsten Apothekenbesuch eingekreist.
  15. Benennen Sie Ihren Anker. Sprechen Sie ihn laut aus: „Die Morgentabletten nehme ich, wenn der Wasserkocher angeht." Ein Ereignis, keine Uhrzeit.
  16. Fragen Sie Ihre Apotheke, ob alles, was Sie nehmen, gefahrlos in eine Wochenbox darf, und welche Bauart zu Ihren Händen und Ihrem Plan passt.
  17. Besorgen Sie die Box. Ein paar Euro in jeder Apotheke, oder fragen Sie, ob Ihre Apotheke stattdessen vorsortierte Tütchen anbietet.
  18. Füllen Sie zum ersten Mal. Gutes Licht, Küchentisch, ein Medikament nach dem anderen quer durch die Woche, die Namen laut ausgesprochen.
  19. Suchen Sie einen kühlen, trockenen, dunklen Aufbewahrungsort, der nicht das Bad, nicht das Auto und keine sonnige Fensterbank ist. Räumen Sie alles dorthin.
  20. Kinderprüfung. Alles nach oben und außer Reichweite, auch die gefüllte Wochenbox. Speichern Sie heute die 112 und die Nummer des für Sie zuständigen Giftinformationszentrums im Telefon; die Nummer bekommen Sie in Ihrer Apotheke oder Hausarztpraxis.
  21. Datumsprüfung. Alles herausnehmen, Verfallsdaten ansehen, und alles Aufgebrauchte, Abgelaufene oder nicht mehr Verordnete in eine eigene Tüte legen. Werfen Sie es noch nicht weg.
  22. Fragen Sie Ihre Apotheke, ob sie Altarzneimittel zurücknimmt, und fragen Sie bei Ihrer Gemeinde oder Ihrem Landkreis, welcher Entsorgungsweg bei Ihnen gilt. Tragen Sie den Weg dorthin in den Kalender ein.
  23. Schreiben Sie Ihre Notfallkarte. Name, Geburtsdatum, Kontaktperson, Allergien, Erkrankungen, Apotheke, Medikamente mit Stärken.
  24. Legen Sie eine Kopie Ihrer Liste dorthin, wo der Rettungsdienst nachsehen würde, an oder neben den Kühlschrank, und sagen Sie einem Menschen in Ihrem Leben, dass sie dort liegt.
  25. Geben Sie dieser Person eine Kopie oder ein Foto der Liste fürs Telefon. Zwei Minuten, und es reist mit ihr mit.
  26. Bitten Sie Ihre Apotheke, auswärtige Medikamente in Ihrem Profil zu vermerken und Ihre vollständige Liste einmal gegen sich selbst zu prüfen. Fragen Sie bei der Gelegenheit nach einer Medikationsanalyse.
  27. Fragen Sie in Ihrer Hausarztpraxis, wie Sie Folgerezepte am liebsten anfordern sollen und ob sich Ihre Dauermedikamente zeitlich zusammenlegen lassen. Tragen Sie die Nachbestelltermine mit ein paar Tagen Luft in den Kalender ein.
  28. Wenn ein Medikament Sie finanziell belastet oder Sie eines gestreckt haben, sagen Sie es heute am Tresen. Das ist das wertvollste Gespräch des Monats.
  29. Schreiben Sie drei Fragen für Ihren nächsten Termin auf eine Karteikarte, die wichtigste zuerst, und legen Sie die Karte zu Ihren Schlüsseln.
  30. Vereinbaren Sie Ihre jährliche Durchsicht und sagen Sie schon bei der Terminvergabe, dass Sie Ihre gesamte Liste durchgehen möchten. Stellen Sie sich dann eine Erinnerung in sechs Monaten, um die Tage 14, 21 und 23 zu wiederholen. Fertig. Sie haben ein System.